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„Ehrenamtliches Engagement verbindet Menschen und baut Brücken, die sonst nie gebaut würden. Bürgerinnen und Bürger, die sich freiwillig für die Belange ihrer Mitmenschen und für ein gutes Miteinander engagieren, sind der Kitt, der unsere Gesellschaft zusammenhält. Die Verleihung eines Ordens gibt uns Gelegenheit, diese Menschen zu würdigen“, sagte der Staatssekretär im Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familien und Senioren, Dieter Hillebrand, am Mittwoch (28.7.) in Reutlingen. Er händigte Dr. Heiner Völker das noch von Alt Bundespräsident Horst Köhler verliehene Bundesverdienstkreuz am Bande aus.
Die Landesregierung sei stolz auf die vielen Aktionen und Initiativen, die von freiwillig engagierten Mitbürgerinnen und Mitbürgern getragen werden. Über 42 Prozent der Baden-Württemberger sind ehrenamtlich aktiv. Damit nehme Baden-Württemberg bundesweit eine Spitzenstellung ein, hob der Staatssekretär hervor. „Es ist schlicht nicht vorstellbar, wie unser Gemeinwesen ohne engagierte Bürgerinnen und Bürger funktionieren sollte“, so Hillebrand. „Dr. Heiner Völker hat sich bei seinem weit über das übliche Maß hinausgehenden jahrzehntelangen Engagement im sozialen und karitativen Bereich den Ruf eines hervorragenden Finanzfachmannes erworben“, würdigte Hillebrand. „Ob bei einem Engagement im Sportverein oder bei der Lebenshilfe – immer kann er solide Finanzen vorweisen. So ist es beispielsweise seinem Engagement zur verdanken, dass Mariaberg e.V. strategisch, pädagogisch wie auch finanziell in eine moderne und gesicherte Zukunft geht und einen guten Ruf geniest.“
Aber schon Ende der 1960er Jahre begann das Engagement von Heiner Völker. Damals engagierte er sich bei der Lebenshilfe Reutlingen und trug maßgeblich zu deren Entwicklung bei. Dabei übernahm Heiner Völker auch Verantwortung. So war er fast zwei Jahrzehnte – von 1982 bis 2000 – im Vorstand der Lebenshilfe, zuletzt als erster Vorsitzender, aktiv. „Seinem Wirken ist es zu verdanken, dass das Leistungsangebot der Lebenshilfe Reutlingen durch immer neue Bausteine erweitert wurde“, so Hillebrand in seiner Laudatio. Besonders hob der Staatssekretär den Aufbau des „Kaffehäusle“ an der Nikolaikirche hervor sowie die in Kooperation mit der BruderhausDiakonie ins Leben gerufene Bildung-Aktion Freizeit Feste – kurz „BAFF“. Neben dem Einsatz für die Lebenshilfe unterstützt Heiner Völker schon seit 1980 als Mitglied und seit 1993 im Verwaltungsrat der Mariaberg e.V. die diakonische Tätigkeit dieses überregionalen Heimträgers.
Dr. Heiner Völkers Engagement erstreckt sich darüberhinaus noch auf den Bereich des Sports, dem er schon seit 1955 verbunden ist. Hillebrand betonte: „Mir liegt daran, auch besonders das Engagement von Heiner Völker für den TSG zu würdigen. Als der Verein eine Krise durchlebte war er zur Stelle. Quasi als ‚Uralt‘ Mitglied ohne Posten, übernahm er 2000 das Amt des ersten Vorsitzenden. Nun – nach rund zehn Jahren – hat er das Zepter und ‚einen geordneten Laden‘ wie er selbst zu sagen pflegt, übergeben.“ Es liege in der Natur der Sache, dass nicht alle Verdienste umfangreich gewürdigt werden könnten. Dennoch zeige es eine außergewöhnliche Lebensleistung, die nun mit dem Verdienstorden auch öffentlich anerkannt werde. Die Auszeichnung sei ein sichtbares Zeichen des Dankes. Der Staatssekretär sagte: „Engagierte Bürgerinnen und Bürger tragen zu einem Klima bei, das unser Land menschlich, lebenswert und auch liebenswert macht. Der Staat weiß um die Bedeutung des Engagements“, so Hillebrand weiter. „Es ist ihm wichtig, Menschen, die sich für ihre Mitbürgerinnen und Mitbürger in vorbildlicher Weise einsetzen, seinen Dank und Anerkennung zu zeigen.“ Ein Weg hierzu sei die Verleihung eines Ordens. „Dr. Heiner Völker ist ein Beleg dafür, dass es in unserer Gesellschaft viel mehr Gutes gibt, als man manchmal meinen könnte. Ich wünsche mir, dass das gute Beispiel, das Sie geben, noch viel mehr Beachtung findet“, schloss Hillebrand.
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