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Meldung vom 22.12.11

Dieter Hillebrand MdL: „Grün-Rot schafft das erfolgreiche Förderprogramm „Singen – Bewegen – Sprechen“ zum Sommer ab“


Eltern, Erzieherinnen, Musikschulen, Gemeinden und natürlich die betroffenen Kinder sind die klaren Verlierer dieser ‚Hau-Ruck-Entscheidung‘.


Die neue Landesregierung beabsichtigt, das erfolgreiche Förderprogramme „Singen - Bewegen - Sprechen“ zum Sommer 2012 abzuschaffen, wie sich in den derzeitigen Haushaltsberatungen des Landtags herausstellt. Davon wird besonders auch der Wahlkreis Reutlingen berührt, denn dort hatten insgesamt neun Einrichtungen das Programm erfolgreich angeboten. „Allein in meinem Wahlkreis sind acht Kindergärten und eine Tageseinrichtung betroffen. Dies ist eine enorme Schwächung der frühkindlichen musikalischen Bildung der Musikschulen vor Ort“, kritisiert der örtliche CDU-Landtagsabgeordnete Dieter Hillebrand. In Hillebrands Betreuungswahlkreis Tübingen sind sogar 17 Kindergärten betroffen.

„Mit dem bundesweit einmaligen Förderprogramm ,Singen-Bewegen-Sprechen‘ hatte die CDU-geführte Landesregierung in Baden-Württemberg für Kinder vom Kindergarten bis zur vierten Klasse im Oktober 2010 ein neuartiges, durchgängiges ganzheitlich-musikalisches Bildungsangebot gestartet. In seiner zweiten Ausbaustufe konnten im laufenden Jahr bereits rund 56.000 Kinder erreicht werden. Obwohl der grün-rote Koalitionsvertrag das Förderprogramm mit keiner Silbe erwähnte, lobte die Landesregierung in der Stellungnahme auf einen parlamentarischen Antrag der CDU-Fraktion das Förderprogramm ‚Singen – Bewegen – Sprechen‘. Noch im Juni hat dabei die Kultusministerin festgestellt, dass das Förderprogramm durch seine außerordentlich guten Ergebnisse überzeuge“, so Hillebrand.

„Das freiwillige Förderprogramm ‚Singen-Bewegen-Sprechen‘ profitiert in hohem Maße von der engen Kooperation sowie dem hohen Engagement der beteiligten öffentlichen Musikschulen bzw. Vereinen der Laienmusik mit den Kindergärten und Grundschulen. Die Kooperationspartner tragen maßgeblich zum Erfolg dieses bundesweit einzigartigen Bildungsangebots bei. In seinem Endausbau im Schuljahr 2015/16 würde das von der CDU-Fraktion initiierte neuartige Bildungsangebot landesweit rund 220.000 Kinder erreichen können“, erläutert Dieter Hillebrand.

Dem erfolgreichen Förderprogramm ‚Singen-Bewegen-Sprechen‘ liege die Erkenntnis zugrunde, dass gemeinsames Singen und Musizieren nicht nur motivierend für jegliches Lernen sei, sondern insgesamt für die persönliche Entwicklung junger Menschen förderlich sei. „Umso überraschter und zugleich betroffen bin ich nun von diesem plötzlichen K.O.-Schlag für ‚Singen - Bewegen – Sprechen‘. Die Verlierer dieser voreiligen und unüberlegten ‚Hau-Ruck-Entscheidung‘ des Kultusministeriums sind ganz klar die Eltern, die Erzieherinnen, die Musikschulen, die Gemeinden – und vor allem natürlich die Kinder, die in hohem Maße von diesem innovativen wie leistungsstarken Bildungsangebot profitieren“, kritisiert Dieter Hillebrand.

„Besonders ärgerlich ist, dass Grün-Rot den ‚Schwarzen Peter‘ nun der CDU-Fraktion zuzuschieben versucht, indem sie behauptet, das Förderprogramm wäre nicht solide finanziert gewesen. Dies trifft in keinster Weise zu: Mit dem Doppelhaushalt 2012/13 hätten wir selbstverständlich die notwendigen Haushaltsmittel bereitgestellt. Wir als CDU-Fraktion haben langfristige jährliche Ausgaben von rund 26 Millionen Euro für dieses Projekt vorgesehen, weil wir dafür die Startchancen unserer Kinder ins Schulleben verbessern können“, so der CDU-Landespolitiker abschließend.

Hintergrundinformationen für die Redaktionen
Das Programm ‚Singen-Bewegen-Sprechen‘ beinhaltet für die Kinder wöchentlich in 45-minütigen Einheiten gezielte Impulse in den Bereichen Singen, Bewegen und Sprechen, die eine musikpädagogische Fachkraft zusammen mit einer Erzieherin beziehungsweise einem Erzieher vermittelt. Dazu gehören beispielsweise rhythmische Sprachverse, die gestisch-mimisch unterlegt werden, oder Lieder, die in Bewegung umgesetzt werden. Ziel ist es, diese anschließend in den normalen Alltag im Kindergarten zu integrieren. Dort bietet der Orientierungsplan die entsprechenden Anknüpfungspunkte. Jede Kooperation wird über insgesamt sechs Kindergarten- bzw. Grundschuljahre gestuft aufgebaut: zwei Jahrgänge im Kindergarten und vier in der Grundschule. Das Programm wird in der Grundschule den altersgemäßen Voraussetzungen der Kinder entsprechend inhaltlich erweitert. In den Gruppen musizieren die Kinder mit Bläsern oder Streichern, Musiktheater oder Chorarbeit – so tritt der musikalische Aspekt in den Vordergrund und wird in den Folgeklassen verstärkt.

Folgende neun Kommunen im Wahlkreis Reutlingen sind betroffen
Reutlingen mit einem Kindergarten, Pfullingen mit zwei Kindergärten, Pliezhausen mit drei Kindergärten, Wannweil mit zwei Kindergärten und einer Tageseinrichtung.

Im Wahlkreis Tübingen trifft es folgende 17 Projekte
Ammerbuch-Entringen mit zwei Kindergärten, Mössingen mit fünf Kindergärten, Ofterdingen mit einem Kindergarten, Rottenburg mit drei Kindergärten, Tübingen mit fünf Kindergärten und einem Bildungshaus







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